Ode an einen Norovirus
Zuallerst – oh welch ein Graus -
will es zum Eingang wieder raus.
Das dauert nur gewisse Zeit,
doch scheint es wie die Ewigkeit.
Danach – es hat halt alles keinen Zweck -
nimmt es den anderen, langen Weg.
Der Hinterausgang, dick und rund,
brennt und schmerzt und ist schon wund.
Es scheint fast wie ein böses Omen,
zu gären scheint’s in dem Abdomen.
Drüsen gluckern, Därme pochen,
überall scheints nur zu kochen.
Und nach einem langen Kampf,
bleibt nur ein schwefeliger Dampf.
Die Nase ätzt, die Augen brennen,
man würde gern von dannen rennen.
Es scheint, als müsste man verrecken.
Doch dann fängt’s wieder an zu schmecken.
Man hat sich tagelang geschunden,
doch nun ist’s Virus überwunden.

Eine Antwort schreiben