Aussenseiter
Präambel:
Diesen Text habe ich im September 2007 geschrieben, vermutlich in einer eher dunklen Phase meines Lebens. Vermutlich habe ich diesen Text vor der Veröffentlichung noch überarbeiten wollen. Da ich mich heute nicht mehr so recht damit identifizieren kann, ist eine Überarbeitung hinfällig, und er wird in der originalen Rohfassung wieder gegeben.
Aussenseiter
Soweit ich zurück denken kann, gab es in der Schule in fast jeder Klasse immer einen, der nicht so wirklich dazu gehört. Einen, den man nicht mochte, nicht einlud, ausser man brauchte möglicherweise ein Opferlamm. Einer, der eben anders war, sich nicht so recht integrieren konnte, ein Aussenseiter eben.
In meinem Falle war ich das. Ausgelöst durch einen dummen Zufall, wie ich immer glaubte. Ein Zwischenfall, ein Missverständnis, das nie so recht geklärt weren konnte. Aber das ist lange her, vorbei, habe ich hinter mir gelassen.
Habe ich?
Nun, irgendwie habe ich grad mal wieder – und dieses wieder impliziert zurecht, dass es sich um eine gefühlte Iteration handelt – diese Empfindung. Ich ecke an und bekomme garstiges oder – schlimmer – gar kein Feedback.
Nichtbeachtung. Unverständnis. Ausschluss.
Die erwähnte Iteration macht sich überall bemerkbar, wo man eben kommuniziert: in Foren, in Newsgrous, in Mails und im Büro. Und so stelle ich mir manchmal die Frage, ob sich denn die ganze Welt gegen mich verschworen hat. Wenn man also das Gefühl hat, dass unabhängig voneinander verschieden Gruppen einen nicht beachten oder eben ausschliessen, dann gibt es dafür doch einen Grund. Und einem guten Freund zufolge kann man den im Spiegel sehen.
Bin ich eben ein Aussenseiter? Oder wurde ich zu einem durch die Erfahrung, die ich in früher Kindheit gemacht habe?
Antwortet nicht, ignoriert mich einfach …

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